Vía de la Plata – Vollständiger Leitfaden, Etappen, Planung und Tipps

Etappen der Vía de la Plata
Vollständiger Leitfaden zum Camino Vía de la Plata
Der Camino Vía de la Plata ist die längste, historischste und monumentalste Route des Camino de Santiago. Es handelt sich um eine jahrtausendealte Route, die größtenteils dem Verlauf der antiken römischen Straße Ab Emerita Asturicam folgt, die seit der Römerzeit genutzt wurde, um den Süden und Norden Hispaniens zu verbinden. Diese jakobinische Route durchquert die Iberische Halbinsel von Süd nach Nord, führt durch die Gebiete von Andalusien, Extremadura, Kastilien und León sowie Galicien und verbindet einige der historisch bedeutendsten Städte des Landes.
Die Vía de la Plata ist der **längste, kulturell reichste, traditionsreichste und einsamste** Weg des jakobinischen Systems und vereint Geschichte, Archäologie, Spiritualität, Natur, weite offene Landschaften und eine zutiefst authentische Pilgererfahrung.
Wo beginnt die Vía de la Plata?
Traditioneller Beginn des Camino Vía de la Plata
- Hauptstartpunkt: Sevilla (Andalusien)
- Übliche Alternativen: Mérida, Cáceres, Salamanca
- Ungefähre Gesamtdistanz: 1.000 km
- Anzahl der Etappen: 38–42 Etappen (je nach Planung)
- Anspruch auf die Compostela: Ja
- Art der Strecke: urban, Dehesas, Ebenen, Gebirge, ländliche Gebiete
- Profil: erfahrene Pilger, Liebhaber von Einsamkeit und Geschichte
Etappen des Camino Vía de la Plata
Der Camino Vía de la Plata hat eine ungefähre Länge von 1.000 km von Sevilla bis Santiago de Compostela. Traditionell ist er in etwa 40 Etappen gegliedert und damit der längste Weg des jakobinischen Systems.
Ab Astorga schließt sich die Vía de la Plata dem Camino Francés an.
Alternativ wählen viele Pilger den Camino Sanabrés ab Granja de Moreruela und setzen ihren Weg über Zamora, Ourense und Galicien bis nach Santiago fort.
Diese doppelte Verzweigung macht die Vía de la Plata zu einem der vielseitigsten Wege des Camino de Santiago und ermöglicht zahlreiche Routenvarianten.
Häufig gestellte Fragen zur Vía de la Plata
Wie viele Kilometer ist die Vía de la Plata lang?
Die Vía de la Plata ist etwa 1.000 km lang von Sevilla bis Santiago de Compostela.
Wie viele Tage benötigt man für die Vía de la Plata?
Zwischen 38 und 45 Tagen, abhängig von Tempo, Planung und gewählter Variante.
Wo beginnt die Vía de la Plata?
Der traditionelle Startpunkt ist Sevilla, viele Pilger beginnen jedoch auch in Mérida, Cáceres oder Salamanca.
Ist die Vía de la Plata schwierig?
Ja. Sie gilt als eine der anspruchsvollsten Routen des Camino de Santiago aufgrund ihrer Länge, des Klimas, der Einsamkeit vieler Abschnitte und der geringeren Infrastruktur.
Wann ist die beste Zeit für den Weg?
Frühling und Herbst. Der Sommer ist wegen der extremen Hitze in Andalusien und Extremadura sehr hart.
Berechnet sie sich für die Compostela?
Ja. Sie überschreitet deutlich die erforderlichen Mindest-100 km.
Historische Bedeutung der Vía de la Plata
Die Vía de la Plata ist eine der ältesten Routen der Iberischen Halbinsel. Römischen Ursprungs wurde sie später als christlicher Pilgerweg nach Santiago de Compostela wiederverwendet. Städte wie Itálica, Mérida, Cáceres, Salamanca, Zamora und Astorga bilden eine der wichtigsten historischen Achsen der iberischen Geschichte.
Etappen der Vía de la Plata (Sevilla – Astorga)
Gesamtdistanz Sevilla – Astorga: 677,4 km
Statistiken der Vía de la Plata
In diesem Leitfaden haben wir bei Peregrino Online die Route in zwei unterschiedliche Wege gegliedert: die Vía de la Plata und den Camino Sanabrés. Beide Routen trennen sich in der Ortschaft Granja de Moreruela, wo der Pilger wählen kann, ob er weiter nach Astorga geht, um an den Camino Francés anzuschließen, oder die Variante des Camino Sanabrés in Richtung Galicien nimmt.
In einigen Führern erscheinen beide Routen als ein einziger Weg, doch bei Peregrino Online sind wir der Ansicht, dass diese Unterscheidung mehr Klarheit, geografische Kohärenz und Informationswert für den Pilger bietet. Dennoch beziehen sich die nachfolgenden statistischen Daten auf die gemeinsame Summe von Vía de la Plata und Camino Sanabrés.
Pilgerdaten
Im Jahr 2025 legten rund 9.000 Pilger die Vía de la Plata ganz oder teilweise zurück. Die wichtigsten Startpunkte waren:
- Ourense: etwa 4.500 Pilger
- Sevilla: etwa 1.800 Pilger
In größerer Entfernung, mit weniger als 300 Pilgern pro Jahr und Ort, erscheinen weitere Startpunkte wie Salamanca, Zamora und Granja de Moreruela, was den dezentralen und flexiblen Charakter der Route bestätigt.
Entwicklung und Besucheraufkommen
In den letzten Jahren hat die Vía de la Plata einen stabilen Durchschnitt von etwa 9.000 Pilgern pro Jahr gehalten, was einen konstanten und nachhaltigen Pilgerstrom ohne Überfüllungsspitzen widerspiegelt.
Im Gegensatz zu anderen Routen wie dem Camino Francés oder dem Camino Portugués weist die Vía de la Plata keine Sättigungsprobleme auf und ist daher eine ideale Option für Pilger, die eine ruhigere, authentischere und einsamere Erfahrung suchen.
Monate mit der höchsten Pilgerzahl
Der Monat mit dem höchsten Aufkommen ist Mai, gefolgt von Juni und Juli.
Das Klima ist ein entscheidender Faktor bei der Terminwahl:
- Pilger, die in Sevilla starten, wählen meist April, Mai, September und Oktober und vermeiden die Monate mit extremer Hitze.
- Wer in Galicien beginnt, entscheidet sich hauptsächlich für Juni und Juli und profitiert vom milderen Klima.
Pilgerprofil
56 % der Pilger auf der Vía de la Plata sind spanischer Nationalität.
Unter den internationalen Pilgern dominieren:
- Portugal
- Italien
- Deutschland
- Vereinigte Staaten
- Vereinigtes Königreich
- Frankreich
Arten, die Vía de la Plata zu gehen
Die große Mehrheit der Pilger legt die Vía de la Plata zu Fuß zurück, etwa 12 % entscheiden sich jedoch für die Route mit dem Fahrrad.
Es handelt sich um eine lange Route mit fast 1.000 km ab Sevilla, was eine große körperliche Herausforderung darstellt. Aufgrund der Streckenkontinuität, des progressiven Profils und der geringen Frequentierung gilt die Vía de la Plata jedoch als eine der besten Routen des Camino de Santiago für die Fahrt mit dem Fahrrad.
Planung der Vía de la Plata
Benötigte Tage
Zwischen 38 und 45 Tage ab Sevilla.
Beste Reisezeit
Frühling und Herbst.
Schwierigkeitsgrad
Hoch aufgrund von Distanz, Klima und Logistik.
Infrastruktur
- Begrenztes Netz an Herbergen
- Weit auseinanderliegende Dienstleistungen
- Variable Beschilderung
- Hohe Eigenständigkeit erforderlich
Vorbereitung des Pilgers
- Hohe körperliche Vorbereitung
- Vorherige logistische Planung
- Wasser- und Ernährungsmanagement
- Sonnenschutz
- Geeignete technische Ausrüstung
- Orientierungsfähigkeit
Für wen ist die Vía de la Plata ideal?
- Erfahrene Pilger
- Suchende nach Einsamkeit und Stille
- Liebhaber der antiken Geschichte
- Tief spirituelle Pilger
- Langstreckenreisende
- Menschen auf der Suche nach echter Authentizität
Vorteile der Vía de la Plata
- Längste Route des Camino
- Tief spirituelle Erfahrung
- Geringe Überfüllung
- Römisches und mittelalterliches Erbe
- Wilde Natur
- Pilgerauthentizität
Die Vía de la Plata im Camino de Santiago
Die Vía de la Plata ist die Süd-Nord-Achse des jakobinischen Systems. Sie stellt die ursprünglichste, härteste und authentischste Route des Camino de Santiago dar und gilt für viele Pilger als die reinste Form der jakobinischen Pilgererfahrung.
Die Vía de la Plata in Bildern











































